Shinden

main02 photo01
photo03

Maßstab 1:32

54

Kyushu J7W1 Shinden  Zoukei Mura 1:32

Typ: Japanischer Abfangjäger mit Druckschraube.

Geschichte: Durch den Kriegsverlauf wurde in Japan die Notwendigkeit nach einem Hochleistungs-Abfangjäger zum Abfangen der amerikanischen B-29 Superfortress so groß, daß einige sehr ungewöhnliche Flugzeuge getestet wurden. Herausragend dabei ist die Kyushu J7W1 Shinden ('Herrlicher Blitz'). Es war das einzige Flugzeug des 2. Weltkrieges mit Druckschraube und mit horizontalen Steuerflügeln vorne am Rumpf, welches für die Massenproduktion bestellt wurde. Der ungünstige Verlauf des Krieges verzögerte aber die Entwicklung der einzigartigen Shinden und nur zwei Prototypen wurden fertig, von denen der erste am 3.August 1945 seinen Erstflug hatte, nur zwölf Tage vor der japanischen Kapitulation.

Hauptmann Masaoki Tsuruno, ein Marinetechniker, hatte als erster 1943 die Idee, ein Jagdflugzeug mit Druckantrieb zu entwickeln, allerdings unter Verwendung eines Strahltriebwerkes. Er begann alleine die Arbeit an seinem Entwurf, jedoch wurden die Behörden von Dai Ichi Kaigun Koku Gijiitsusho (erstes technisches Marineluftwaffen-Arsenal) auf das Projekt aufmerksam.

Zuerst begann die Entwicklung eines Segelflugzeuges, um die Anwendbarkeit des Druckschrauben-Antriebes auf ein Hochleistungsflugzeug zu testen. Drei Prototypen unter den Namen MXY6 wurden im Herbst 1943 gebaut und getestet. Eines dieser Flugzeuge wurde für Tests mit einem 22-PS-Motor ausgerüstet. Das Ergebnis war vielversprechend, und Anfang 1944 beauftragte die japanische Marine Kyushu Hikoki mit der Arbeit an einem Abfangjäger auf der Grundlage der Testergebnisse zu beginnen.

Die Männer bei Kyushu wurden durch ein Team der Marine unter der Leitung von Hauptmann Tsuruno ergänzt.

Sie benštigten nur 10 Moante, von Juni 1943 bis April 1944, um die erste J7W1 zu bauen. Das Flugzeug hatte die gleiche Auslegung wie die Segelflugzeuge, mit einem modernen Fahrwerk und Motoraufhängung. Das dreirädrige Fahrwerk war völlig einziehbar.

Der Motor, ein 2.130 PS starker Mitsubishi MK9D Doppelsternmotor, war vollstŠädig in der Mitte des Flugzeugrumpfes eingebaut und trieb einen sechsblättrigen Propeller über eine lange Kardanwelle an. Lufteinlässe fŸr die Kühlung waren an der Seite des Rumpfes und der Pilot saß direkt vor dem Motor.

Die Bewaffnung bestand ais vier 30-mm-Kanonen vorne im Bug. Die Marine vergab Aufträge für die Massenproduktion, noch bevor die J7W1 den Erstflug hatte. Nakajima und Kyushu wurden beauftragt, Fertigungslinien für 150 Abfangjäger je Monat einzurichten. Aber das Projekt kam nicht mehr voran, und am Ende konnte nur einer der beiden Prototypen für insgesamt 45 Minuten geflogen werden.

Benutzer: Japan (Kaiserliche Marine, vorgesehen).

 

photo05
Briefkasten
photo_ic01

Hier ein Klick und Sie können Zoukei Mura Modelle bestellen.

photo04

NSU Kettenkrad in 1:32 von Zoukei Mura. Ein sehr schön gemachtes Modell das zur Ergänzung eines Flugplatzdioramas perfekt passt. Alle Detail sind liebevoll wiedergegeben. Die Ketten bestehen aus Einzelkettenglieder und lassen sich ohne große Mühe zusammensetzen.

Motor und sonstige Inneneinrichtung ist selbstverständlich maßstabsgerecht wiedergegeben.

Ein großes Plus die ausgezeichnete Bauanleitung - Mit einem solchen Model ist der Bastelspaß garantiert.

photo02
alien-0129
ZK_Tank_Ta152H-1_cover
ZK_Tank_Ta152H-1_07

Vorbild: Walter Reschke vom JG 301 hat einmal geschrieben, dass die Tank Ta 152H seine Lebensversicherung in den letzten Tagen des WK II war. Dieses Jagdflugzeug entstand unter der Leitung von Kurt Tank ab 1940 bei Focke Wulf. Ziel war es einen Höhenjäger mit überragenden Flugleistungen zu entwickeln. Daraus entstand die Ta 152H. Für mittlere Höhen und als Jagdbomber war die Ta 152C vorgesehen.

Als Prototypen für die Ta 152H dienten fünf umgebaute Fw 190-Versuchsmuster. Als erste Maschine flog die Fw 190V33/U1 am 13. Juli 1944. Ab dem 27. Januar 1945 gelangten die ersten elf Ta 152H zur Luftwaffe. Die Produktion in Cottbus wurde sehr schnell von der Ostfront überrannt.

Eingesetzt wurden nur einige Exemplare der Ta 152H-0 bzw. H-1 beim Jagdgeschwader 301. Damit wurden einige erfolgreiche Kampfeinsätze geflogen. Eine Maschine blieb bis in die heutige Zeit in den USA erhalten. Sie befindet sich im American National Air and Space Museum.

Modell: Zoukei-Mura aus Japan ist ein neuer Stern am Modellbauhimmel und hat derzeit drei Bausätze im Maßstab 1/32 im Programm. Weitere sind in der Planung. Daneben gibt es noch eine Linie mit SF-Bausätzen.

Im großen praktischen Stülpkarton befindet sich die Bauanleitung, sieben graue Spritzlinge mit insgesamt 173 Teilen, einen Rahmen Klarsichtrahmen mit sechs Teilen, grüne Masken für die Klarteile, ein riesiger Decalbogen sowie die Bauanleitung Ta 152H-1(Ausgabe Juni 1945!).

Als ich das erste Mal einen Blick in den Karton warf, war ich überwältigt von den filigranen Bauteilen. Dadurch kommt der Kit ohne Fotoätzteile aus. Alle Teile besitzen feinste versenkte Strukturen.

Die Bauanleitung ist im Stil einer deutschen Betriebsanleitung aufgebaut und enthält auch eine Menge Informationen zum Vorbild, dem Jumo 213E, der MK 108 und den MG 151/20. Der Bau beginnt auch hier mit dem Cockpit. Allein diese Baugruppe wird auf vier A4-Seiten abgehandelt. Zum Schluss werden Fotos vom gebautem Cockpit gezeigt. Wer will, der kann die Instrumente einzeln auf das aus Klarsichtmaterial bestehende Instrumentenbrett aufbringen. Es folgt der Bau des Jumo 213E und man fühlt sich irgendwie positiv an einen Originalmotor erinnert. Nach weiteren vier Seiten ist man auch hier am Ziel. Danach geht es zum Rumpf nebst Leitwerk. Hier gibt es auch innen realistische Strukturen und auch Einbauten. Damit können auch viele Wartungsöffnungen optional offen dargestellt werden.

Anschließend geht es weiter mit dem Tragflächenholm und der eigentlichen Tragfläche sowie des Fahrwerksschachtes. Die Landeklappen können alternativ auch in ausgefahrener Position montiert werden. Nach der Hochzeit mit dem Rumpf folgt der Anbau des Motor mit den nötigen Halterungen. Der soll dann unter den auch innen detaillierten Verkleidungen verschwinden. Spätestens hier muss man einfach gegen die Bauanleitung verstoßen und eine offene Variante suchen.

Nachdem der Motor nebst Kühler montiert ist, geht es weiter zum Heck und hier folgt die Montage des Höhenleitwerks. Natürlich können die Ruder einzeln angeklebt werden. Somit ist auch ein realistisches ausgeschlagenes Leitwerk möglich. Einzig die stoffbespannten Ruder sind ein wenig zu grob. Auch im Dritten Reich kannte man schon den Spannlack und im neuen Zustand hing der Stoff nicht durch. Mit etwas Spachtelmasse und ein wenig Schleifarbeit ist das „Problem“ schnell beseitigt.

Die Montage des Hauptfahrwerks erstreckt sich über weitere drei A4-Seiten. Dafür bleiben auch keine Fragen offen. Natürlich kann man von außen auf den eingebauten Jumo schauen. Das ist einfach toll. Immerhin ist die große Holzluftschraube ein großes Bauteil an dem noch der Spinner und zwei weitere Teile angeklebt werden. Das die Kanzel optional offen angeklebt werden kann, das versteht sich wohl von selbst.

Als letztes kommen wir zur Bemalungsanleitung. Hier geht es mittels Vallejo-Farben schnell ins Ziel. Der große Abziehbilderbogen enthält neben Instrumenten, Wartungshinweisen, geteilten Seitenleitwerksmarkierungen gelbe, grüne und rote Ziffern von 1 bis 0. Dazu gibt es noch vier Abziehbilder für das Rumpfband.

Bemalungen:

  • Ta 152H-1 grüne 9 Luftwaffe 1945;
  • Ta 152H-1 grüne 9 Werknummer 150168, Luftwaffe 1945.
  • Fazit: Ein phantastischer Bausatz für den fortgeschrittenen Modellbauer und für diesen sehr zu empfehlen. Erhältlich derzeit nur über Zoukei Mura.
  •