Hobby Boss

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Vorbild: Nachdem Ende 1940 über Großbritannien die Bf 109F flog und überragende Leistungen zeigte, war Supermarine gezwungen die Spitfire Mk. II zu überarbeiten. Die neue Mk. V kombinierte das bisherige Flugzeug Mk. II mit einem neuen Rolls Royce Merlin 45. Durch seine Motoraufladung hielt der Motor die Leistung deutlich länger im Höhenbereich.

Die Spitfire Mk. V war die am häufigsten produzierte Version der Spit. Es entstanden 94 Mk. Va mit acht MGs, 3923 Mk. Vb mit zwei Kanonen und vier MGs und 2447 Mk. Vc mit zumeist vier Kanonen oder zwei Kanonen und vier MGs.

Bausatz HobbyBoss aus China hat Bausätze in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden im Angebot. So gibt es neben EasyKits auch sehr anspruchsvolle Bausätze. Dieser Kit im Maßstab 1/32 gehört zur letzten Kategorie.

Im stabilen attraktiven Stülpkarton befinden sich gut verpackt sechs hellgraue Spritzlinge mit insgesamt 217 Teilen, zwei Rahmen mit 23 Teilen, zwei Gummireifen, ein Fotoätzteilbogen, zwei Decalbögen, eine mehrfarbige Bemalungsanleitung

sowie die Bauanleitung. Formell liegt hier ein preiswerter Spritzgussbausatz einer Spitfire in 1/32 vor. Leider gibt es sehr offensichtlich ein paar Ungereimtheiten, die sicherlich nicht sofort für jeden ersichtlich sind. Ich finde persönlich die charakteristische Form des Flügels unterm Rumpf nicht so deutlich wiedergegeben. Weiterhin fallen am Höhenleitwerk ein „Klops“ auf. So hat HobbyBoss unverständlicher Weise die oberen feststehenden Leitwerkshälften mit schöner Stoffbespannung dargestellt. Nur im Original war nix bespannt, sondern alles schön mit Metall beplankt, wie es auch die Unterseiten zeigen. Etwas eigenartig sieht auch die Glaskanzel aus. Das gilt insbesondere für den vorderen feststehenden Bereich. Warum HobbyBoss die Waffenabdeckungen aus Klarsichtmaterialen hergestellt hat, dass bleibt ein chinesisches Geheimnis.

Ansonsten liefert HobbyBoss einen Bausatz mit vielen guten feinen Details, detaillierten Waffenschächten, einem Motor sowie einem gut detaillierten Cockpit. Letzteres ist durchaus auf der Höhe der Zeit. Hier gilt es eine Vielzahl von Plastik- und Fotoätzteilen zu verbauen. Auch der Merlin-Motor ist ein kleiner Bausatz. Der verschwindet dann später hinter einer Verkleidung.

Im Flügel hat HobbyBoss eine Bewaffnung nachgebildet. Diese soll mit Klarsichtteilen abgedeckt werden. Das mag als Spielzeug ganz nett sein, ich finde es schlicht überflüssig. Gut finde ich, dass man in China die Ruder einzeln montieren kann. Selbst die Landeklappen werden einzeln angeklebt.

Die mehrfarbige Bauanleitung erleichtert die Bemalung des Bausatzes. Ordentlich und ohne Versatz wurden die Decals auf hellblauem Trägerpapier gedruckt. Natürlich gibt es auch Wartungshinweise. Für die Instrumente gibt es einzelne Decals.

Bemalungen

 

  • Spitfire Mk. Vb, EN951/RF-D der 303. Squadron RAF, Pilot Jan Zumbach, September 1942;
  • Spitfire Mk. Vb, W4358/YQ-X der 616. Squadron RAF, Pilot Les „Buck“ Casson, Oktober 1943.
  • Fazit: Ein Bausatz mit vielen Details sowie Höhen und Tiefen. Angesichts des Preises ist der Kit natürlich sehr zu empfehlen. Hier gibt es auf jeden Fall eine Spitfire Mk. Vb in 1/32. Erhältlich sind die Bausätze von HobbyBoss im gut sortierten Fachhandel oder für Händler z.B. bei www.clow2b.de
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